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Fragen & Antworten zum Riederwaldtunnel

Kategorie: Webseitentexte
Veröffentlicht am Donnerstag, 09. Januar 2014 20:55

Der Riederwaldtunnel ist ein Segen für den Riederwald.Oder etwa nicht?

„Der Verkehr nimmt doch dann erheblich ab.“
„Leider nein. Zwar nimmt der Verkehr auf dem Erlenbruch durch den Tunnel etwas ab, doch bei Weitem nicht in dem Maße wie versprochen. Zudem wurde die zugesagte Umwandlung des Erlenbruchs in eine Anwohnerstraße gekippt. Die nahe Autobahn wird uns sogar zusätzlichen Verkehr bescheren, nämlich 80.000 PKW und LKW mehr – pro Tag! Dies bedeutet also dreimal mehr Verkehr als heute und natürlich höhere Belastungen.“

 „Ja, aber der Verkehr ist doch unter der Erde.“
„Zum Teil. Das westliche Tunnelportal befindet sich auf Höhe der Rümelinstraße. Das bedeutet, dass ein großer Teil des Riederwalds von erheblichen Mehrbelastungen betroffen sein wird.“

„Heißt das etwa, dass es trotz Tunnel lauter wird in unserem Viertel?“
„Ja. Das Land Hessen gab 2011 bekannt, dass 400 von den 2500 Wohnungen im Riederwald von gesetzlichen Lärmgrenzwertüberschreitungen betroffen sein werden.“

„Und der Dreck?“
„Auch der wird zunehmen. Bereits jetzt gibt es am Erlenbruch Überschreitungen der krebserregenden Schadstoffbelastung durch Stickstoffdioxid und Feinstaub. Das Land Hessen selbst hat diese Grenzwertverletzungen im Rahmen der Tunnelvorbereitungen gemessen, was wir durch Akteneinsicht erfahren haben.“

„Aber es gibt doch Schutzmaßnahmen?!“
„Leider nur unzureichende. Das Land Hessen plant tatsächlich, den über 1km langen Tunnel ohne Schadstofffilter zu bauen. Für den Lärmschutz sind z.B. nur einfachste Schutzwände vorgesehen.“

„Was muss verbessert werden, um unseren Schutz zu gewährleisten?“
„Es ist in unser aller Interesse, dass die Einhaltung der gesetzlichen Lärm- und Schadstoffgrenzwerte sofort oberste Priorität bekommt. Sollte eine Einhausung des Tunnels mit Schadstofffilter die einzige Möglichkeit zur Einhaltung sein, so muss diese vom Land Hessen und dem Bund unverzüglich in den Planungen berücksichtigt werden. Die Stadt Frankfurt hat bereits gezeigt, dass dies eine effektive und umsetzbare Lösung ist.“