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Forderungen

Kernforderungen:

  • Kein Bau des Riederwaldtunnels und generell ein Stopp für Autobahnneu und -ausbau, da diese Verkehrsprojekte die Klimaziele unerreichbar machen und gegen §20a Grundgesetz verstoßen sowie die Umsetzung der Verkehrswende verhindern mit dem Resultat, dass der Verkehrssektor nicht klimaneutral wird.
  • Angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise dürfen überholte Autobahnprojekte wie der Riederwaldtunnel nicht realisiert werden, deren Planungen aus einer Zeit stammen, als es diese Krisen noch nicht gab.
  • Keine weitere Naturzerstörung für den Bau des Riederwaldtunnels; insbesondere fordern wir den Erhalt des betroffenen Areals im Fechenheimer Wald und Teufelsbruch.
  • Das bedeutet keine weitere Zerstörung unseres Naherholungsgebiets, das zum Frankfurter GrünGürtel gehört.
  • Wir fordern, dass untersucht wird, welche Tiere im Fechenheimer Wald leben. Laut unseren Informationen leben dort geschützte Arten, die bei einer Rodung dann auch verschwinden würden.
  • Die Grundwasserspiegel sinken in ganz Frankfurt und in den Gewinnungsgebieten dramatisch. Das ist die Hauptursache für den hohen Krankenstand der Bäume im Stadtwald und die drohende Trinkwasserknappheit in unserer Stadt. Der Riederwaldtunnels würde das Problem verstärken. 
  • Der Riederwaldtunnel würde zudem zu einem Verkehrschaos im Frankfurter Osten führen würde, in dem durch ihn mehr Fahrzeuge in die Stadt geleitet würden und die Verkehrswende in Frankfurt konterkarieren würde.
  • Stattdessen fordern wir eine sozial-ökologische Verkehrswende, bei der die Bevorzugung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) durch alternative klima- und umweltverträglichere Mobilitätskonzepte ersetzt wird.
  • Das bedeutet die Umlenkung öffentlicher Investitionen weg vom MIV und hin zum Umweltverbund (öffentlicher Verkehr, Fuß- und Radverkehr).
  • Konkret fordern wir einen besseren und billigeren ÖPNV für den Frankfurter Osten.
  • Weniger MIV in der Stadt für mehr Lebensqualität und um die Stadt durch Flächenentsiegelung und Begrünung resilienter gegenüber den Folgen der Klimakrise wie Hitzewellen und Starkregen zu machen.
  • Das bedeutet für den Riederwald: Umwandlung von einem autogerechten in einen zukunftsfähigen Stadtteil für Mensch und Natur durch folgende Maßnahmen:
    • Signifikante Reduzierung des MIV
    • Priorisierung des Rad- und Fußverkehrs
    • Umnutzung von öffentlichen Verkehrsflächen durch Grünflächen und „sozialer Orte”

Damit kann folgendes erreicht werden:

  • Reduktion von Stress sowie Gesundheits- und Klimarisiken
  • Erhöhung der Lebensqualität durch die Reduktion von Umweltverschmutzung und Lärmbelästigung sowie verminderte Unfallrisiken
  • Sozial gerechtere Mobilität durch Förderung von Mobilitätsformen des Umweltverbunds
  • Herstellung von Flächengerechtigkeit durch Wegfall von kostenlos parkenden Autos
  • Erhöhung der Biodiversität

Einrichtung einer dauerhaften Immissionsmessstation für den Riederwald, um Klarheit zu schaffen, welche Maßnahmen zum Schutz vor Schadstoffen und Lärm getroffen werden müssen.

Sekundärforderungen, falls der Riederwaldtunnel gebaut werden sollte:

  •  Zentral: Lärm- und Schadstoffschutz bei Bau und Betrieb des Riederwaldtunnels.
  • Vermeidung der Unbewohnbarkeit bzw. des Verlusts von Wohn- und Lebensqualität (von Teilen) des Riederwalds während und nach der Bauphase des Riederwaldtunnels im Rahmen der Autobahnerweiterung A66 / A661.
  • Komplette Einhausung des neuen Autobahnteilstückes von Tunnelportal inklusive des Autobahndreiecks Am Erlenbruch zum besseren Schutz der Bevölkerung vor Lärm und Schadstoffen.
  • Konstruktive Mitarbeit mit der Planungsbehörde Hessen Mobil zur Berücksichtigung der Belange der BIR.
  • Bewohnerverträgliche Verkehrsführung während der Bauarbeiten, d. h. im Einzelnen einen sicheren Schulweg für die Schulkinder der Pestalozzischule sowie Bedingungen, unter denen das Lernen ermöglich ist.
  • Lärmschutz vor dem Umleitungsverkehr. Weiter müssen Geschäfte, Ärzte und soziale Einrichtungen gut erreichbar bleiben.
  • Verkehrsberuhigung auf dem Erlenbruch nach Fertigstellung des Tunnels, z.B. durch ausschließlich Anwohnerverkehr oder eine Tempo 30-Zone mit LKW-Verbot (inklusive baulicher Maßnahmen).
  • Kein Umleitungsverkehr durch die Raiffeisenstraße.
  • Information der Bewohner des Riederwalds über die Autobahnerweiterung/Riederwaldtunnel.
   
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