Wie es weitergeht: Kommende Baustellen und Baumfällungen

Obwohl die Rechtslage für den Autobahnbau im Frankfurter Osten immer noch nicht komplett ist, geht es weiter. Dass es auf der HP von Hessen Mobil keine aktuellen Einträge dazu gibt, halten wir uns hierbei an die Antworten, die das Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn (AUA) von Hessen Mobil erhalten hat:

Welche Baumaßnahmen sind noch in diesem Jahr 2020 bzw. im folgenden Jahr 2021 im Einzelnen genau vorgesehen?

- Aktuell erfolgt die Fortführung von bereits laufenden Maßnahmen: Leitungsverlegungen, Nordsammler (SEF), Rückverlegung der A 661 über das Kreuzungsbauwerk im zukünftigen Autobahndreieck Erlenbruch, Leitungsbrücke Lahmeyerstraße und Bau des VGF-Technikgebäudes.
- Geologische Erkundungsbohrungen im Bereich des geplanten östlichen Troges, der AS Borsigallee sowie der Grünbrücke (noch in 2020).
- Vorgezogene Kampfmittelerkundung für den westlichen und mittleren Tunnelbereich (Beginn noch 2020) und Herstellung der Baustraße in diesem Bereich (2021).
- Baufeldfreimachung Bereich des zukünftigen Betriebsgebäudes zwischen Flintschstraße und Mergenthaler Straße (2020/2021).
- Vorgezogene Kampfmittelerkundung im Bereich der ehemaligen Bauwagensiedlung (2021)
-Vorgezogene Kampfmittelerkundung im Bereich des östlichen Tunnelbereichs einschließlich der zukünftigen Baustraße (2021)
- Baubeginn Seckbachsammler durch die Stadtentwässerung Frankfurt (2021).
- Fortsetzung der Arbeiten am Südsammler (2021).
- Herstellung der Lärmschutzwände für den Betrieb der Stadtbahn im Bauzustand (2021).
- Baubeginn "Tunnel" (2021/2022).

Entspricht die Behelfsstraße entlang des Nordsammlers im Bereich Vatterstraße bereits der Ersatzfahrbahn für den Verkehr in Richtung Innenstadt?

- Bei der Behelfsstraße handelt es sich ausschließlich um die bauzeitige Verkehrsführung zur Fertigstellung des Nordsammlers im Bereich der Hänischstraße, um den Anliegerverkehr von und zu der Vatterstraße abzuwickeln. Der Bau des Ringverkehres sowie die Verlegung der Stadtbahn erfolgen im Zuge des Tunnelbaus.

Soll die U-Bahntrasse nördlich oder südlich davon verlaufen?

- Die Stadtbahn ist nördlich von dem noch herzustellenden Ringverkehr geplant. Sie finden eine entsprechende Skizze im Downloadbereich der Internetseite zum Riederwaldtunnel.
Unterlagen zur Infoveranstaltung vom 27.10.2017, Seite 66.
https://www.tunnelriederwald.de/sites/default/files/Pr%C3%A4sentation%20BI%2027.10.2017_final_0.pdf

Welche Rodungsarbeiten sind in diesem Herbst/Winterperiode 2020/2021 bzw. im nächsten Herbst/Winterperiode 2020/2021 vorgesehen?

In der Fällperiode 2020/2021 sind auf den folgenden Flächen entsprechend des weiteren Projektverlaufes Gehölzarbeiten erforderlich:
- Fläche für das geplante Tunnelbetriebsgebäude zwischen der Flinschstraße und der Mergenthalerstraße.
- Fläche zwischen der Stichstraße "Am Sausee" und dem Gleisdreieck sowie innerhalb des VGF-Geländes.
- Fläche der ehemaligen Bauwagensiedlung im Bereich des P+R-Hauses.
In der Fällperiode 2021/2022 sind Fällarbeiten im Bereich der Baustraße Fechenheimer Wald vorgesehen sowie weitere Fällungen im Bereich Teufelsbruch.

Neues von der Baustelle Riederwaldtunnel: A) Bereich Schule B) Bereich Lahmeyerstraße

A) Sperrung der Hänischstraße (Straße zur Pestalozzischule) steht unmittelbar bevor:

Dazu erklärte uns die Frankfurter Stadtentwässerung auf Nachfrage:
Ab 29.6.2020 wird die Haenischstraße für den Fahrverkehr voll gesperrt. Diese soll mit Wiederherstellung unserer Aufbruchstellen am 18.09.2020 beendet sein (Ergänzung: solange findet eine Umleitung des Autoverkehrs statt, die von der Hänischsstraße auf eine Behelfsstrecke entlang des Grünstreifens geleitet wird).

Für den Fußgängerverkehr - und damit die Schüler - bleibt die direkte Verbindung bestehen.

Auf unsere Frage zum Lärmschutz für die Schule und den Kindergarten: Es wird auch für den Kanalbau eine Lärmschutzwand errichtet.

B) Neues im Bereich der Bauarbeiten Lahmeyerstraße:

A 66 Riederwaldtunnel: Beginn Bauphase 4 bei Leitungsquerung Lahmeyerstraße | Hessen Mobil - A 66 Riederwaldtunnel / A 661 Ostumgehung Frankfurt

Bau des Riederwaldtunnel nun tatsächlich endgültig - mit Baubeginn Ende 2021? Projekt kontra Anwohner und Zeitgeist!

Das Land Hessen verkündete, dass im Rahmen des Planänderungsverfahrens keine Klagen eingingen und daher nun gebaut werden könnte. Allerdings verwies das Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn (AUA) umgehend darauf, dass noch Klagen aus dem Jahr 2007 anhängig wären, die ein Beginn des Baus verhindern würden. Daraufhin entgegnete das Ministerium, dass diese aus ihrer Sicht ebenfalls abgearbeitet wären, und diese auch keine aufschiebende Wirkung hätten. Das heißt: Das Ganze ist wieder einmal ein Fall für die Juristen: Feststeht: Ohne die Einhausung bis zum Riederwaldtunnel werden hunderte Wohnungen im Riederwald und in Bornheim nicht aktiv vor Grenzwertüberschreitungen geschützt, auf der A661 kann man nach Tunneleröffnung in der Rush Hour nur noch Tempo 30 fahren!, und das Projekt pro Autoverkehr mit Fertigstellung um 2030 kommt genau dann, wenn eigentlich die Verkehrswende schon zu ersten Ergebnissen geführt haben sollte – und wäre damit höchst kontraproduktiv!

Dazu:

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/weg-frei-fuer-riederwaldtunnel-16727920.html?GEPC=s1

https://www.fr.de/frankfurt/riederwaldtunnel-frankfurt-eine-idee-letzten-jahrhundert-13571511.html

https://www.fr.de/frankfurt/autobahnausbau-frankfurt-riederwald-verliert-natur-13571507.html

https://www.fr.de/frankfurt/bund-uebernimmt-riederwaldtunnel-frankfurt-13578072.html

Herr Dezernent Schneider, stellen Sie den Schutz der Außengelände der Pestalozzischule nun sicher!

Das Gebäude ist bereits mit Lärmschutzfenster und Lüftungsanlage bestückt – letzteres nachdem der ganze Stadtteil auf die Barrikaden ging! Aber auch für die Außengelände gibt es Schutzvorschriften. Hier konnten wir bereits Schutz für den Schulgarten und den Kindergartenhof erreichen, was aber noch fehlt, sind der Schulhof und der Platz vor der Schule, die vor 28 Monaten Überschreitung der Grenzwerte durch Baulärm geschützt werden müssen! Deswegen schrieben wir die Dezernenten und hier insbesondere Herrn Baudezernenten Schneider am 17. März an. Die Stadt sollten nun auf der bereits auch von ihr per Einwendung geforderten um 260 Meter verlängerten Lärmschutzwand mit 6 Meter Höhe bestehen, oder aber alternativ unserem Vorschlag folgend, die Variante mit der kleinen Lärmschutzwand direkt vor der Schule nach unserem Vorschlag erweitern. Hier werden wir nun nachhaken! Die Kinder, LehrerInnen und Eltern brauchen hier Sicherheit!

Dazu in den Zeitungen:

https://www.fr.de/frankfurt/riederwaldtunnel-mehr-laermschutz-pestalozzischule-frankfurt-13606480.html

https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-riederwald-wenig-zeit-effektiven-laermschutz-13603455.html

https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-riederwald-laermschutzwand-pestalozzischule-gefordert-13558738.html

https://www.frankfurter-wochenblatt.de/frankfurt/bornheimer-wochenblatt/frankfurt-riederwald-pestalozzischule-lueckenschluss-messwerte-fehlen-13571338.html

https://www.fr.de/frankfurt/bauarbeiten-gefaehrden-schulweg-pestalozzi-schule-13596414.html

Wie viele offene Baustellen es im Stadtteil rund um den Tunnel, die schlechte Luft und den ÖPNV gibt, zeigt die Tagesordnung unseres OBR11 vom 20.1.2020

Viele Themen sind weiterhin von der Stadt ungelöst, gar meist sogar unbeantwortet! Wir danken unserem engagierten Ortsbeirat für das Nachhaken bei diesen extrem wichtigen Punkten, vielen Dank! Schauen doch auch Sie mal bei einer Sitzung vorbei und diskutieren Sie in der Bürgerzeit am Anfang der Sitzung um 19:30 Uhr mit, die Verankerung des Gremiums im Stadtteil ist für das Gelingen seiner Arbeit sehr wichtig!

Interview mit dem Ortsvorsteher Herrn Skrypalle zum Jahreswechsel in der FR (Hinweis: inzwischen wissen wir, dass die Verlängerung der Lärmschutzwand vor der Pestalozzischule in der aktuellen Planung nicht vorgesehen ist, deswegen müssen wir alle nachhaken!)

https://www.fr.de/frankfurt/riederwaldtunnels-schulweg-nicht-optimal-13429704.html

Zu den aktuellen Themen des OBR 11

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Planänderungsverfahren für den Riederwaldtunnel beendet: Bei ausbleibende Klagen könnte gebaut werden

Ob es tatsächlich zum Bau nun kommt, hängt davon ab, ob noch geklagt wird. Nach der Presseerklärung des Landes Hessens wurde nicht viel nachgebessert. Auch gerade die Einwendung vom AUA, dass die A661 mit Anschluss des Riederwaldtunnels hoffnungslos überlastet sein wird, kommt nicht vor. Aus Riederwälder Sicht ist sehr erfreulich, dass die von der BIR(iederwald) mit Schule, Eltern und Schülern organisierten Protestaktionen nun tatsächlich zum Einbau einer Lüftungsanlage ins Schulgebäude geführt haben und Herr Al Wazir an dieser Stelle in der Tat Wort gehalten hat! Allerdings stellt sich die Frage, da in nicht erwähnt, bleiben die Außengelände der Schule, des Horts und des Kindergartens in der Bauphase ungeschützt? Hier hatte die BIR(iederwald) in Abstimmung mit den Stadtverordneten und dem Magistrat eine Einwendung auf den Weg gebracht, die genau dies verhindern sollte. Wurde diese nicht berücksichtigt? Wird damit die Stadt gezwungen zu klagen? Wir werden auf jeden Fall nachhaken!

Insgesamt fällt der Tenor des Landes viel zu positiv aus! Es wird nur auf Einwendungen teils auch nur mittelprächtig oder sogar nur schlecht reagiert. Das Ganze ist alles andere als ein Meisterwerk und dass es dafür 40 Jahre gebraucht hat, ein Armutszeugnis! Und noch obendrauf: Jetzt soll noch schnell eine Autobahn in die Stadt gebaut werden, wo selbst dem Letzten klar ist, dass die Verkehrswende überfällig ist! So darf es ein solches Projekt nicht mehr geben! Nein, Grund zum stolz sein ist hier absolut fehl am Platz!

https://wirtschaft.hessen.de/presse/pressemitteilung/planaenderungsverfahren-fuer-den-riederwaldtunnel-beendet

https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-minister-genehmigt-riederwaldtunnel-13354697.html

https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-buergervereinigung-bereitet-klage-gegen-riederwaldtunnel-13354702.html

Dieselfahrverbot: Sofortmaßnahmen für den Erlenbruch ein Gebot der Menschlichkeit für die Anwohner !

Wie angekündigt hat das Gericht nun über die Maßnahmen zur Einhaltung der NO2-Grenzwerte in Frankfurt entschieden. Nachdem das erste Urteil vor einem Jahr sehr "streng" war, weil es für die gesamte Innenstadt ein Fahrverbot vorsah, überrascht dieses Urteil nun in die andere Richtung, weil es das Nichtstun der Politiker von der Stadt Frankfurt und des Landes Hessens billigt.
Obwohl in den letzten 12 Monaten gerade in Hinblick auf den Frankfurter Osten nichts substanzielles an Konzepten vorgelegt wurde, wird dieses Nichtstun mit weiteren 12 Monaten belegt, in den wohl nun auch nicht mehr passieren wird. Fahrverbote muss es dann erst ab 2021 geben. Da ist der Erlenbruch dann definitiv dabei - warum wird aber dann nicht ab sofort die Bevölkerung im Frankfurter Osten geschützt? Damit brachte der Einspruch des Landes Hessens weitere zwei Jahre mit höchster NO2 Belastung in Frankfurt für den Riederwald! Das kann nicht sein, es muss jetzt ganz schnell besser werden!

https://www.hessenschau.de/wirtschaft/urteil-vorerst-keine-diesel-fahrverbote-in-frankfurt,frankfurt-fahrverbot-urteil-100.html

https://www.hessenschau.de/wirtschaft/kommentar-noetiger-als-fahrverbote-ist-fantasie-in-der-verkehrspolitik,fahrverbote-frankfurt-100.html

https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-diesel-fahrverbote-fruehestens-2021-13285889.html

weiterlesen ab hier (u.a. wie es zu den Messstellen kam, aktuelle Belastung, ÖPNV Konzept...)

Weiterlesen: Dieselfahrverbot: Sofortmaßnahmen für den Erlenbruch ein Gebot der Menschlichkeit für die Anwohner !

BUND erkämpft deutliche Verbesserung für Natur und Menschen in und um den Riederwald, danke!

Die BIR(iederwald) hat das Ergebnis der Verhandlungen des BUND und Hessen Mobil positiv zur Kenntnis genommen. Dieses belegt, dass der Eingriff durch den Tunnel in das Ökosystem, das Stadtklima und die Lebensqualität für den Frankfurter Osten und hier insbesondere für den Riederwaldtunnel massiv sind, und damit zumindest etwas abgelindert werden.
Insbesondere folgende Punkte, möchten wir hervorheben: Erhaltung der Baumleitstruktur für Fledermäuse und Stadtklima im Bereich Erlenbruch, Renaturierung der Tunneldecke, "Urwald" im Fechenheimer Wald - keine Beforstung von Teilen des Waldes mehr, Streuobstwiesen rund um den Sausee.
Auch hier zeigte sich, dass die Planungen zunächst zu kurz griffen - trotz bereits Anmahnungen in Infoveranstaltungen, dass die Vorort-Ausgleichsmaßnahmen viel zu gering sind, und dass es der starken Stimme - inklusive des Rechtsweges - des BUND bedurfte.

Auch in Hinblick auf die Pestalozzischule erwarten wir nun, dass die Schutzbedürfnisse der Schüler und Lehrern nun spätestens mit der Einwendung der Stadt Frankfurt in Hinblick auf Lüftung und Schutz der Außengelände mit Lärmschutzwand von Hessen Mobil ernst genommen werden. Eventuell muss hier auch das Denkmalamt über seinen Schatten springen - wie an anderen Stellen auch - damit das Gebäude auch während der Bauphase überhaupt betrieben werden kann! Eine 2 1/2 jährige Dauerbeschallung der Schüler ist keine Option, die Lüftungsanlage ist ein Muss!

Ausführlicher aus:

http://www.bund-hessen.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-und-land-hessen-beenden-rechtsstreit-um-riederwaldtunnel-planaenderungen-fuehren-zum-erhalt/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=9044&cHash=7dfcc189831e34444b2d8e0c67ef9c88

https://www.fnp.de/frankfurt/riederwaldtunnel-frankfurt-bund-land-hessen-beenden-rechtsstreit-zr-12749063.html

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